Health 3.0: Kooperative und patientenorientierte Veränderungen in der Gesundheitsversorgung

Digitalisierung und personalisierte Medizin werden nach Meinung zahlreicher Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den nächsten Jahrzehnten für gravierende Veränderungen im Gesundheitswesen sorgen.

Minister DuinDies ist das Ergebnis der Health 3.0 die am 1. und 2. Dezember 2016 unter Beteiligung der NRW-Landesminister Garrelt Duin (Wirtschaft), Barbara Steffens (Gesundheit) und Svenja Schulze (Wissenschaft) stattfand.

Führende Köpfe und Entscheider aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie sowie der Politik waren auf der Health 3.0 zusammen gekommen, um offen über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im deutschen Gesundheitswesen zu diskutieren.

Ministerin SteffensÜber 250 Besucher sorgten für rege Diskussionen und waren sich weitgehend einig, dass Deutschland und Europa in Gefahr seien, durch unkoordinierte Regulierung, übertriebenen Datenschutz und zu langwierige Prozessinnovationen den Anschluss an die internationale Entwicklung zu verlieren und den anerkannt hohen Standard der Versorgung zu riskieren. Dabei kommen immer mehr wichtige Impulse aus der IT-Welt besonders im Bereich der Diagnostik und Therapiesicherheit und aus der Wissenschaft, die durch besondere Aktivitäten der EU starke Entwicklungsimpulse erhält. Immer wichtiger wird dabei das interdisziplinäre Zusammenwirken der Politikbereiche, der Ebenen und der unterschiedlichen Akteure. Nur wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsame Impulse geben, werden auch Innovationen entwickelt und implementierbar gemacht und sowohl der Standort gefördert wie die Versorgungsqualität gesteigert.

China-NightEinen besonderen Einblick in die internationale Entwicklung ermöglichte der Niederländische Abend. Nach Eröffnung durch Kommunikator Jan Oostenbrink, Konsul Hans van den Heuvel, Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache und Geschäftsführerin von NRW.Invest Petra Wassner, wurde sich bei einer Round Table Diskussion die Frage gestellt, was Deutschland und die Niederlande in Hinblick auf zukunftsorientiertes Medizinmanagement voneinander lernen können. Die Experten waren sich einig, dass die Prozesse auf beiden Seiten noch ausbaufähig sind, ein aktiver Austausch jedoch bereits stattfindet und in Zukunft erweitert wird.

Themen im Jahr 2016:

Disruptive Innovation: Digital Health – Vorsprung durch intelligenten IT-Einsatz?!

  • Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Leistungsfähigkeit unseres Wirtschafts- und Gesundheitssystems
  • Die Bedeutung von digitalen Anwendungen für die Diagnostik
  • Blockiert der Datenschutz in Deutschland die medizinische Versorgungsqualität?

Im Blickpunkt: Arzneimittel, Arzneimittelpolitik, Arzneimittelindustrie

  • Medikamentendistribution in der Zukunft: Neue Wertschöpfungsketten in der Arzneimittelbranche?
  • Preisgestaltung für Medikamente und Forschungsgelder – Wo geht die Reise hin?
  • Wie weit gehen wir in der Gentechnologie in Europa – Verlieren wir Anschluss an internationale Entwicklungen?

Die Zukunft der sektorübergreifenden Patientenversorgung – Deutschlands Innovationsklima im Fokus

  • Patient – Arzt – Krankenversicherung – Krankenhaus: Demokratisierung in der Medizin?
  • Rolle der Krankenkassen im Kontext der Digitalisierung
  • Wie verändert sich die Rolle der Krankenhäuser in der digitalen Transformation?
  • Erste Erfahrungen mit Innovations- und Strukturfonds

International: Die Niederlande zu Gast auf der Health 3.0
Europäische Gesundheitspolitik – Zielorientiert und visionär?

Pressestimmen

Nach dem Kongress wurden außerdem zahlreiche Artikel zur Health 3.0 veröffentlicht. Eine Auswahl verschiedener Pressestimmern finden Sie hier.

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